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ALNATURA ruft Hirsebällchen zurück

Hirsebällchen mit Tropanalkaloiden versetzt

ALNATURA ruft Hirsebällchen zurück
Da ist wohl was schief gelaufen, Alnatura startet Rückrufaktion:

Im Rahmen von Routinekontrollen wurden in Alnatura Hirsebällchen Spuren des Pflanzeninhaltsstoffes Tropanalkaloide (TA) nachgewiesen.

Um jede Möglichkeit einer Gesundheitsgefährdung auszuschließen, rufen wir vorsorglich alle Sorten der Alnatura Hirsebällchen (Natur, Erdnuss und Ungarisch) zurück. Wir bitten Sie, diese vorsorglich nicht zu verzehren. Die im Handel befindlichen Produkte wurden bereits aus den Regalen genommen.

Wenn Sie noch eine Packung eines der Produkte zu Hause haben, können Sie diese zurückbringen. Sie erhalten selbstverständlich den Einkaufspreis erstattet.

Alnatura bedauert den Vorfall sehr und bittet für die Unannehmlichkeiten um Entschuldigung.

Was wir tun:
Ende 2014 hatten wir bereits zwei Getreidebreie aufgrund von Tropanalkaloiden zurückgerufen. Seitdem sind wir kontinuierlich mit unseren Herstellerpartnern im Austausch und haben gemeinsam mit ihnen weitere Maßnahmen zur analytischen Überwachung eingeleitet. Alnatura Produkte, die Hirse enthalten, werden verstärkt auf diese natürlichen Inhaltsstoffe einiger Pflanzen untersucht.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vermerkt in einer Stellungnahme vom November 2013, dass ihm bisher keine Fälle einer gesundheitlichen Beeinträchtigung durch den Verzehr von Erzeugnissen mit Spuren von Tropanalkaloiden vorliegen.

Zum Hintergrund:
Hirse ist ein Getreide, das in Europa bereits seit Jahrtausenden angebaut wird. Seit jeher wachsen auf den Getreideanbauflächen auch sogenannte Beikräuter. Unter diesen finden sich vereinzelt auch solche mit dem Pflanzeninhaltsstoff Tropanalkaloide. Tropanalkaloide kommen natürlicherweise vor, sie dienen der Pflanze zur Abwehr von sogenannten „Fraßfeinden“.

Bei der Getreideernte können Samen von Beikräutern miterfasst werden und so in Lebensmittel gelangen. Solche „Fremdsamen“ lassen sich nach der Ernte gut aussortieren, allerdings können durch modernste Laboranalytik bereits äußerst geringe Spuren im Milliardstelgramm-Bereich (0,000 000 001g) festgestellt werden. Für die gesamte Branche stellt sich die Frage, wie Stoffe bewertet werden müssen, die vermutlich schon immer in Lebensmitteln vorhanden waren, und jetzt bereits in geringsten Dosen festgestellt werden können.

Seit letztem Jahr wurde die Analytik auf Tropanalkaloide kontinuierlich weiterentwickelt. Diese sich ständig weiterentwickelnden Analysemöglichkeiten bedeuten für die Erzeuger und Verarbeiter von Getreide, aber auch für den Handel eine Herausforderung. Alnatura verfolgt gemeinsam mit seinen Herstellerpartnern die Fachdiskussionen und neuesten Entwicklungen sehr aufmerksam.

Wir werden unsere Kundinnen und Kunden weiterhin über neue Erkenntnisse informieren und bedanken uns für Ihr Verständnis und Vertrauen.

Alnatura >>

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geschrieben von Johann Schwafler

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